Caipirinha-Foto ;-)
Freitag, 17. Oktober 2008
Canoa Quebrada
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Minha vida no Brasil (2)
Mein Tag beginnt üblicherweise so gegen 6.00 - aufgrund der Zeitverschiebung (-5h) bin ich meistens um diese Zeit schon munter bzw. werde ich manchmal durch lautes Kuh-Muhen geweckt. Meistens gehe ich dann gleich an den Strand laufen, denn das ist die beste Zeit dazu - es ist noch angenehm kühl und es geht noch fast kein Wind. Ausserdem ist es einfach traumhaft schön, die einsame Ruhe am Strand - nur ein paar Fischer bereiten ihre Boote vor - und Stimmung des Sonnenaufgangs zu geniessen und dabei die ersten Sonnenstrahlen des Tages auf der Haut zu spüren!
Von 8.00 bis 10.00 habe ich meine erste Unterrichtseinheit - Englisch. Die Gruppe ist sehr nett - ich habe ca. 7 SchülerInnen zwischen 17 und 28, wobei leider alle ein völlig unterschiedliches Lern-Niveau haben. Während manche schon fast fließend Englisch sprechen, gelingt anderen nicht mal ein einfacher Satz... Doch inzwischen haben wir eine gute Basis gefunden, auf der wir aufbauen können.
Nach der Einheit habe ich eine lange Pause, die ich entweder am Strand oder ungefähr so verbringe...
...bis um 14.00 meine nächste Unterrichts-Einheit beginnt: Deutsch. Auch hier habe ich die selbe Gruppe, die mich ja schon am Vormittag 2h ertragen mussten! Mittlerweile sind sie meistens auch schon sehr müde (sie wurden inzwischen noch mit Mathematik gequält und müssen bzw. mussten sie arbeiten) und dadurch sind die Fortschritte hier eher mässig. Mit Uno, Kofferpacken oder Memory kann ich sie im Notfall aber immer noch bei Laune halten...
Ein Teil meiner SchülerInnen beim Deutschkurs: Anschließend schwimme ich noch ein wenig im Pool bis die Sonne untergeht und dann gibt es Abendessen. Der Spass kommt übrigens immer erst um 8! :-)
Das Unterrichten macht mir großen Spaß - es ist ein schönes Gefühl, wenn ich Fortschritte meiner SchülerInnen beobachte und vor allem auch die Tatsache, wie interessiert und motiviert die SchülerInnen sind! (und das nach fast 2 Wochen mit mir als Lehrerin!) Trotzdem werde ich mich wohl nicht so schnell daran gewöhnen, mit "Professora" angesprochen zu werden! ;-)
Eine Schülerin liegt mir besonders am Herzen. Sie konnte am Beginn des Kurses nicht mal einen vollständigen Satz auf Englisch sagen, geschweige denn schreiben. Obwohl sie schon 21 ist, scheint es als hätte sie noch nie eine Schule besucht. Mittlerweile hat sie jedoch schon so enorme Fortschritte gemacht, dass sie mich jedes Mal aufs Neue erstaunt! Sie hat zwar ihr eigenes Tempo - und das ist meistens wesentlich langsamer als bei den anderen - aber dafür sind die Ergebnisse dann umso beeindruckender! Und vor allem lässt sie sich nicht unterkriegen - sie ist jeden Tag aufs Neue so motiviert und interessiert!
Dennoch ist es trotz der vielen positiven Erlebnisse auch manchmal etwas mühsam. Da im Projekt Jugendliche unterstützt werden, die aus eher "schwierigen Verhältnissen" kommen, sind auch einige dabei, die mitunter etwas "lebhaft" sind und dadurch den Unterricht stören. Das ist nicht immer einfach und für mich eine Herausforderung. Es ist ausserdem schwierig, einen vernünftigen Rhythmus zu finden, nicht nur aufgrund der unterschiedlichen Lern-Niveaus. Montag und Dienstag sind die SchülerInnen meistens noch müde vom Wochenende, gegen Mittwoch schafft man vielleicht ein paar Fortschritte und bis Freitag sind alle schon wieder mit den Gedanken im bevorstehenden Wochenende oder völlig müde von einer anstrengenden Arbeitswoche...!
Leider muss ich meine Englisch-Gruppe nächste Woche abgeben, da ich ab nun auch in der öffentlichen Schule unterstützend tätig sein werde. Ich bin zwar etwas traurig, vor allem weil wir jetzt so eine gute Basis und so enorme Fortschritte geschafft haben, aber andererseits freue ich mich auch schon sehr auf die Arbeit mit Kindern! Ich bin sehr gespannt!
Atê mais!
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Minha vida no Brasil
Montag, 13. Oktober 2008
Parajuru
Samstag, 11. Oktober 2008
Bootsfahrt am Rio Jaguaribe
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Kathrin está feliz :-)
Da sich das Meer aufgrund der Wellen und des enormen Kite-Verkehrs und vor allem wegen den bacherlwarmen Wassertemperaturen nicht wirklich für ein sinnvolles Schwimmtraining eignet, muss ich dafür eben in diesen zwar etwas kleineren aber auch ganz feinen Privatpool ausweichen... Habe heute schon meine ersten 4 km gemacht und festgestellt, dass die tropische Mittagssonne nicht ideal für die europäische Haut geeignet ist. Interessanterweise habe ich nur einen Sonnenbrand auf der linken Schulter bekommen, ich sollte mir vielleicht Gedanken über meinen Schwimm-Stil machen...
Werde also in Zukunft eher die Nachmittags-/Abendstunden fürs Schwimmtraining bevorzugen (da kann man dann auch vernünftig Rückenschwimmen, weil die Sonne dann nicht mehr so blendet)...
Montag, 6. Oktober 2008
Kathrin é brasileira agora!
Ich bin mittlerweile seit 1 Woche hier in Parajuru und es ist kaum zu glauben wie schnell die ersten Tage vergangen sind!
Am Wochenende haben wir gemeinsam mit den anderen LehrerInnen einen Ausflug nach Aracati - das ist der nächste größere Ort - gemacht (Samstag) bzw. gemütlich am Strand gefaulenzt (Sonntag). Das sich der Strand direkt vor unserem Haus befindet, ist natürlich auch nicht gerade unangenehm!
Aracati:
Strand:
Und am Montag begann für mich schon der Unterricht - ich unterrichte Deutsch und Englisch. Ich wunderte mich zunächst ein wenig über meine kleine Gruppe, da ich eigentlich mehr Schüler erwartet hätte. Aber das lag daran, dass am Sonntag Regionalwahlen stattfanden und die Leute so viel gefeiert haben, dass sie zu müde waren, um am Montag in die Schule zu gehen bzw. die Eltern es nicht geschafft haben, ihre Kinder rechtzeitig aufzuwecken!
Jedenfalls - ich habe zwar noch nicht viel gesehen aber ich glaube das Land gefällt mir und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich hier wohl fühlen werde!
Atê proximo!
Die Praca in Parajuru: