Oi amigos,
schweren Herzens habe ich mich vom Praia do Francês verabschiedet, um rechtzeitig am Freitag in Salvador zu sein und Anna zu treffen, bevor sie wieder nach Österreich zurückkehrt. Kaum zu glauben, aber wir haben es trotz intensiver Bemühungen nicht geschafft, uns während 2 Monaten in Brasilien zu treffen! Das Land ist einfach viel zu groß bzw. hat es viel zu viele schöne Flecken Erde zu bieten, wo man (ich) einfach hängenbleibt... An dieser Stelle noch mal Sorry Anna - aber ich verspreche dir, wir werden das bei dem ein oder anderen Caipirinha und Acarajé nachholen! ;-)
Jedenfalls bin ich mit dem Bus (habe mich nach ein paar Schauergeschichten von deutschen Touristen zum ersten Mal für den Tag-Bus entschieden) in 11 nicht enden zu wollende Stunden durch Alagoas, Sergipe und Bahia gereist um schließlich in der Dämmerung in Salvador anzukommen - ohne zu wissen, wohin. Keine Ahnung wie ich auf diese doch eher fahrlässige Idee gekommen bin. Normalerweise bevorzuge ich es, auf längeren Strecken abends mit dem Bus loszufahren um in der Früh anzukommen - ist weniger gefährlich (und ausserdem kann man sich dadurch die Unterkunft für eine Nacht sparen)! An der Bushaltestelle in Salvador wurde ich von einem Mädl angesprochen, die ich zuerst mal abgewimmelt habe, weil ich "Taxi" verstanden habe. Bis ich nach einem "Auf-gut-Glück" Telefonat draufgekommen bin, dass sie Fabiana von Couch-Surfing (www.couchsurfing.com) war, die ich schon mit meiner Inkonsequenz, ein genaues Ankunfts-Datum auszumachen, verärgert geglaubt habe. Und mit "Taxi" meinte sie "Kathi". Keine Ahnung, woher sie wusste, dass ich genau Freitag um diese Zeit ankam...! Jedenfalls war ich kurz davor, vor Glück zu weinen, dass es so wunderbare Menschen auf der Welt gibt, die für jemanden völlig Fremden so etwas machen.
Fabiana ist überhaupt ein Engel - sie hat mich nicht nur herzlich in ihrem (Luxus-) Appartment empfangen, sondern am Abend auf ein super Konzert mitgenommen und sich auch sonst trotz Stress wunderbar um mich gekümmert! Als Gegenleistung habe ich mich um ihr leibliches Wohl gekümmert und sie mit meinen wilden Gemüse-Kreationen zwangsbeglückt - nach 2 Monaten ohne ist es für mich wie Weihnachten und Ostern zugleich, wenn ich wieder mal eine Küche habe in der ich mich austoben kann!
Trotzdem muss ich zugeben, dass ich mich Salvador etwas enttäuscht hat, wobei einen Großteil sicherlich der fast schon österreichische Dauerregen beigetragen hat. Während der schnürdlregenfreien Zeit zeigte sich Salvador als irre touristisch und irre teuer (vor allem wenn man aus dem brasilianischen Norden kommt).
Alles in allem hatte ich aber ein schönes Wochenende in Salvador mit vielen neuen netten Menschen, Parties und etwas zu wenig Schlaf bzw. Sightseeing... Fotos gibt's leider keine weil es ja ständig GEREGNET hat... ich habe aber beschlossen, der Stadt noch eine zweite Chance zu geben und dann hoffentlich auch mit Fotos!
Até mais!
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